Biosphärenreservat Mittelelbe

Geplant war ein Ausflug in den Wörlitzer Park, endlich einmal im Frühjahr, um zu sehen, was und wie es hier blüht. Orientiert man sich vorher nicht anhand einer aktuellen Karte sondern fährt nach Gedächtnis und natürlich nach den Wegweisern, dann ist die Ausfahrt Oranienbaum – Wörlitz an der A 9 nicht wirklich abwegig. Nach dem einen Schild ist die Ortsdurchfahrt Oranienbaum gesperrt, aber da die Wegweiser zum Park fröhlich am Straßenrand leuchten, sollte man es darauf ankommen lassen. Um es kurz zu machen: Bereits am Ortseingang Oranienbaum ist Schluss, man kommt nicht über den Bahnübergang, müsste also zurück zur Autobahn. Nach bereits einer Stunde auf der Piste ist der Fahrer, nämlich ich, beleidigt und hat keine Lust, bis zur Ausfahrt Vockerode zu fahren, um von dort aus, was von Anfang an sinniger gewesen wäre, den Landschaftspark zu erreichen.

Da die mitreisenden drei Feuchtnasen inzwischen Langeweile verspüren und anfangen, quengelig zu werden – bei Kindern würde man von hinten hören: Dauert es noch lange? Wann sind wir da? Ich habe keine Lust mehr! Ich muss mal! – bietet sich das auf halben Weg zurück zur Autobahn liegende Biosphärenreservat zum Halt an.

Parkmöglichkeiten finden sich gegenüber dem Informationszentrum „Auenhaus“, derzeit leider wegen Umbauarbeiten geschlossen. Ein paar Schritte muss man an der Straße Richtung Kapen gehen, dann führen schöne Wanderwege durch den Mischwald. Die Beschilderung der Wege lässt zwar zu wünschen übrig, aber da die Wege sehr rechtwinklig angelegt sind, kann man sich nicht verlaufen. Hilfreich wäre ein Foto der aufgestellten Karten, auf die Idee bin ich aber erst am Ende des Weges gekommen, weshalb hier ein entsprechendes Foto zum Download liegt.

Zur Biberfreianlage sind es ca. 2,5 km, entweder gerade bis Kapen hoch und dann rechts. Alternativ kann man sich natürlich auch schon vorher „in die Büsche schlagen“. In das Freigelände dürfen die Hunde allerdings nicht mit. Die Anlage ist erst ab Mai wieder zugänglich, die Frage war also für dieses Mal nicht sonderlich relevant.

Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung über ca. 7 bis 8 km, meist durch schattigen Wald. Da es dennoch reicht heiß werden kann, der obligatorische Hinweis, auch für die Hunde eine Wasserflasche mitzunehmen. Zu den kleinen Wasserstellen im Wald müsste man durchs Biotop trampeln und das muss nicht sein.

Es sind natürlich noch sehr viel mehr Wege, allein in diesem kleinen Bereich, vorhanden, so dass noch etliche weitere Wandermöglichkeiten bestehen.

Den Link zu einer, wie ich finde, sehr gelungenen Infoseite über das gesamte Biosphärenreservat Mittelelbe finden Sie hier

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