Oranienburg

Das nördliche, an die Berliner Bezirke Tegel, Reinickendorf, Frohnau angrenzende Brandenburg ist ebenfalls reich an sehenswerten Ausflugszielen. Wer gleichzeitig die Nähe zu Berlin sucht, findet in Hohen Neuendorf – Stolpe im Landgasthof „Zur krummen Linde“ eine ausgezeichnete und preiswerte Übernachtungsmöglichkeit. Nicht zu vergessen die Küche, die mit einer überschaubaren Karte in ausgezeichneter Qualität aufwarten kann. Die phantastischen Gerüche sorgen dafür, dass die kleinen und großen Nasen unwiderstehlich angezogen werden. Man muss acht geben, dass sie nicht heimlich davonschleichen. Da sie auch als Übernachtungsgäste gerne gesehen sind, ist die „Linde“ ein idealer Ausgangspunkt.

Leider war es dieses Mal aus Zeitmangel nicht möglich, das älteste deutsche
Schiffshebewerk in Niederfinow zu besichtigen. Es ist ein technisches Denkmal und eine Meisterleistung der Ingenieurkunst aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Da noch Termine in der Hauptstadt anstanden, reichte die Zeit leider gerade, um einen Abstecher nach Oranienburg zu machen.

_DSC6641

Schloss Oranienburg mit der Havel im Vordergrund

Das Schloss Oranienburg ist sehr gut erhalten, die beiden Museen innerhalb des Schlosses sind sicherlich sehenswert. Hunde sind bedauerlicherweise nicht erlaubt, auch keine besonders kleinen auf dem Arm. Zucht und Ordnung muss Geltung verschafft werden. Da gibt es andere Einrichtungen, wo zumindest kleine Hunde, die getragen werden, möglich sind, z.B. im Residenzschloss Heidecksburg in Rudolstadt. Sehr interessant und einen zweiten Besuch wert. Die Erfahrung lehrt, dass selbst bei 2 kg Hund auf Dauer die Arme ganz schön schwer werden können. Hilfreich ist ein passender Hunderucksack.

Weniger verständlich, dass Hunde in Oranienburg auch im Schlosspark, wo auch noch Eintritt verlangt wird, nicht erlaubt sind. Die „Promenade“ an der am Schloss vorbeiführenden Havel ist ein befestigter Weg, die Havel, nun, eben innerstädtisch, kein Highlight, wo es Freude macht, spazieren zu gehen. Oranienburg selbst wurde wegen seiner Rüstungsindustrie im Krieg weitgehend zerstört. Die Nachkriegs- und Nachwendearchitektur zeigt sich hier leider nicht gerade als künstlerisch und bautechnisch wertvoll. Mit Hund ist die Stadt keine Besuchsempfehlung.

Wer in der Nähe spazieren gehen will, mit oder ohne Hund, fährt am besten das kurze Stück zum Stadtteil Lehnitz. Am Lehnitzsee kann man auf der Ostseite und der nördlichen Hälfte sehr schön spazieren während auf der südlichen Westhälfte Bauten bis ans Ufer reichen können.