Ein leerer Kühlschrank

Der heutige Blick in den Kühlschrank heute war echt deprimierend. Nichts von alledem, was da sein sollte, vielmehr gähnende Leere. Welpi stand mit vorwurfsvollem Blick daneben: „Ich habs Dir doch gesagt, nichts da, wir müssen einkaufen gehen.“

Entgegen ihren Erwartungen, und Sorgen, habe ich mich alleine auf den Weg gemacht. Sie hatte echte Sorgen, ob ich mit dem sicherlich sehr schweren Einkaufskorb alleine zurück komme oder vielleicht sogar den Weg zurück nicht mehr finde.

Umso größer war die Freude, als ich endlich, nach einer langen halben Stunde, den rechten Weg  zurück gefunden hatte. Frenetisch, fanatische Begeisterung! Damit ich mich auf den letzten Metern nicht doch noch verlaufe, hat sie mir vorsorglich den Weg in die Küche gezeigt und freigemacht.

Allerdings war sie mit meinem nachlässigen Umgang mit den Lebensmitteln überhaupt nicht einverstanden. Ohne Prüfung und Vorkostung alles einfach in den Kühlschrank räumen! Was, wenn Verdorbenes dabei wäre und wir würden es nicht bemerken. Ein Hundemagen ist doch viel widerstandsfähiger und sie war bereit, sich im Interesse des Gemeinwohles aufzuopfern.

Über so viel Leichtsinn meinerseits, was den Lebensmitteltest betrifft, war sie außerordentlich empört. Und die Hilfestellung, die ich so nebenbei von mir gewiesen hatte, setzte dem Ganzen die Krone auf.

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