Eine steife Brise aus Nordnordwest

Mit Mädchen spazieren zu gehen, ist für besonders kleine Hunde besonders lästig. Hundemädchen untersuchen jeden Halm, jedes Hölzchen und jede Muschel auf das Genaueste, so dass man einfach nicht vorankommt. Wie beim Shoppen. Auch da ist er binnen kürzester Zeit außerordentlich empört.

Und haben die Hundemädchen keine Lust mehr, schalten sie in Wandermodus. Zumindest Cleo hat es dann so eilig, voran zu kommen, dass Chico mit den kurzen Beinchen Mühe hat, mitzuhalten. Außerdem kann er dann nicht interessanten Nachrichten hinterher schnüffeln.

So ist er nicht unglücklich, dass die Hundemädchen bei dem steifen Nordwestwind die Nase vor die Türe stecken, feststellen, dass es kalt und ungemütlich und gräuslich ist. Unverzüglich verziehen sie sich in Körbchen und auf Decken und sind auch mit guten Worten nicht zu bewegen, einen Strandspaziergang zu unternehmen. Da soll Kerl mal alleine mitgehen.

Normalerweise hasst er seine Mäntelchen, aber bei dem kalten Wind macht er eine Ausnahme. Auch die Kitesurfern, die Wind und Wellen vor dem Strand von Warnemünde nutzen, ihrem Hobby nachzugehen, können ihn nicht interessieren. Es ist mühsam genug, sich selber gegen den Wind zu stemmen.

Wobei man ehrlich sein muss: Allein vom Zusehen wird einem schon bitterkalt, muss man gar die Kamera noch mit bloßen Fingern halten, wird es schnell unerträglich. Glücklicherweise ist das Café Röntgen, in dem der Zwerg bestens bekannt ist, nicht weit entfernt.

 

 

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