Haithabu – die untergegangene Handelsstadt der Wikinger

Haithabu am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelsrouten war die größte Wikingerstadt im Norden. Gegründet wurde der Ort um 770 n. Chr. an der Schlei, die kurz danach bei Kappeln in die Ostsee fließt.

Nach einer wechselvollen Geschichte fiel die Stadt 1066 den Plünderungen der Westslawen zum Opfer.

Haithabu

Haithabu – wie es einmal ausgesehen haben könnte

Haithabu wurde danach nicht wieder aufgebaut und wurde schließlich durch den steigenden Wasserstand der Ostsee überflutet.

Um Haithabu ranken sich etliche Legenden, auch eine ganze Reihe von Fernsehdokumentationen sind dem Ort gewidmet. Jedenfalls hörte sich alles sehr geheimnisvoll an, ein Ziel also, das unbedingt näher in Augenschein genommen werden musste.

Das Wikingermuseum Haithabu liegt gegenüber von Schleswig bei Busdorf, über die A 7 und dann Bundesstraße 77 sehr bequem zu erreichen. Bei Busdorf ist das Museum sehr gut ausgeschildert, auch Parkplätze sind in ausreichender Anzahl vorhanden.

das Freilichtmuseum vom alten Wall aus gesehen

Ins Museum dürfen keine Hunde, weshalb wir das erst mal tatsächlich links liegen gelassen haben und uns zu den Nachbauten der Wikingerhäuser auf den Weg machten. Der Weg über die Weide ist etwa ein Kilometer lang, allerdings nur mit besonders kleinen Hunden, die man auch mal tragen kann, zu begehen. Die Zugänge zu den Weideflächen sind mit offenen Rundeisen, quer im Boden gesichert, damit die Weidetiere nicht ausbüchsen. Dadurch können auch Hunde keinesfalls drüber laufen. Hier muss man am ersten Durchgang einfach geradeaus weitergehen. Der etwas längere Weg führt auf dem alten Schutzwall entlang, geschätzt etwa 400 m länger.

Wikingerhaeuser, Haithabu

Wikingerhäuser

Unglücklich ist allerdings, dass die alten Wikinger keine Hunde kannten oder mochten. Kommt man am Eingang zum Freilichtmuseum an, stellt man fest, dass die Vierbeiner hier keinesfalls Zutritt haben. Die „Wache“ ist gnadenlos: „Es sind Bänke vor dem Eingang, da können sie warten!“

Landläufig sagt man wohl: „Jetzt bin ich aber ziemlich sauer, vor allem w. der späten Information.“ Kaufmännisch allerdings gut überlegt. Ein Großteil der Hundebesitzer hat dann, wenn wir schon mal da sind, doch Eintrittskarten für das Freigelände gekauft und hat es, während immer jemand mit Hund vor dem Tor saß, abwechselnd besichtigt.

Für die Saison 2017 bleibt übrigens das Ausstellungsgebäude, das man unbedingt besuchen sollte, w. Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten geschlossen, nur das Freigelände kann besichtigt werden – ohne Hund.

Um den Frust über die gemeinen Wikinger los zu werden bleibt nur eines: Nach Eckernförde fahren, möglichst auf dem Parkplatz Gartenstraße/Ecke Schulweg parken und bei Eis-Müller in der Gartenstraße 16 einen großen Eisbecher schlemmen. Wir kennen etliche gute Eisdielen, Müller gebührt einer der ersten, wenn nicht sogar der erste Platz. Echte Handwerkskunst! Nach einem „Müllereis“ ist man mit sich und der Welt wieder versöhnt.

Am Schluss noch ein kurzer Rückschritt und der Link zur Wikipedia-Seite über Haithabu

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