Mann, schon wieder nichts los hier

Selten, dass Ivy und Davina keinen Unsinn treiben, eigentlich nur, wenn Davina da liegt, wo sie nicht liegen soll und schläft, normalerweise ihre Lieblingsbeschäftigung. Wenn die beiden draußen die Köpfe zusammen stecken, kommt meistens Unsinn raus.

Bei der derzeitigen Temperaturen von 32 Grad im Schatten hält sich ihre Energie in Grenzen, wenn auch nur ein paar Minuten. Dann kommt der erste tiefe Seufzer: „Ist das langweilig hier!“

Der zweite Tiefe Seufzer: „Du hast ja sowas von recht! Sowas von langweilig!“

 

Das Einvernehmen: „Lass uns was unternehmen!“

Und los gehts! Auch wenn es die heißgeliebte Katze ist, die dabei dran glauben muss. Immerhin hat sie am längsten von allen die rüde Behandlung verkraftet, aber wie ich gestehen muss: Jetzt ist es vorbei mit ihr, sie hat ihr Leben als Kuscheltier ausgehaucht.

 

 

 

 

 

OWF – Ostdeutsches Wirtschaftsforum in Bad Saarow

Zum 4. Mal fand in Bad Saarow das Ostdeutsche Wirtschaftsforum, dieses Jahr unter der Überschrift „Zeitenwende“ statt. Mit Vorprogramm ab 18. Mai, mit den Fachbeiträgen am 20./21. Mai 2019 war auch das diesjährige Forum wieder ein voller Erfolg.

Natürlich war der omnipräsente Zwerg ebenfalls anwesend und bereits am ersten Tag, wie überall anders auch, bekannt wie ein „bunter Hund“. Alle waren schwer beeindruckt und auch als er die Spürhunde der Polizei in gewohnter Manier und rasend in seiner Wut fertig machen wollte, wurde ihm das nicht weiter angekreidet. Der Ablauf solcher Aktionen ist sattsam bekannt. Ohren hoch, den Bürzel auf Achtung und lostoben: „Haltet mich oder ich mach sie fertig!“

Die meisten potentiellen Kumpels sind davon so überrascht, dass sie erst mal nichts machen und man sozusagen die Chance gewinnt, mit dem „Rasenden“ Raum zu gewinnen.

Das Kongresszentrum war natürlich sein Auftritt, aber mit etwas Überredung war er bereit, der angereisten Politik- und Wirtschaftsprominenz die Bühne zu überlassen. Außerdem fand er die Vorträge, im Gegensatz zu seiner Begleitung, nicht sonderlich aufregend.

Groß Kienitz, Golfen im Berliner Süden

Gross Kienitz Golfplatz 9 Loch Südlich der Berliner Stadtgrenze zwischen Schönefeld und Blankenfelde liegt die Golfanlage Groß Kienitz. Der Robert-Baker-Platz über 18 Loch ist recht anspruchsvoll und ist für meine Spielzeit in der Regel zu lang, weshalb Groß Kienitz bei mir ein bisschen in Vergessenheit geraten ist.

Letztlich zu Unrecht, da sich auf dem 9-Lochplatz, der sehr schön liegt, durchaus eine schnelle Runde spielen lässt. Die überschaubaren offenen Fariways erlauben ein zügiges Spiel. Nicht zu eng, kann sich der Spieler durchaus erlauben, bei seinen Schlägen etwas zu streuen und die Breite der Fairways zu nutzen.

Die 1 ist ein einfaches Par 4, den Abschlag Weiterlesen

Fernsehen ist vielleicht langweilig

Der Stress im überfüllten Shelter ist nicht wirklich das, was man sich wünscht. Aber das deutsche Fernsehprogramm – muss man auch nicht haben.

Olivia hat über Wochen von der Türe aus kontrolliert, was sich im Wohnzimmer so tut, vor allem wer sich so alles auf der Couch tummelt, misstrauisch ist sie aber dennoch geblieben und hat vorgezogen, ganz schnell wieder um die Ecke zu verschwinden und sich in das Körbchen in der Bibliothek zu verziehen.

Auf Dauer war das aber dann doch nichts, auch aus dem Fenster schauen wird mit der Zeit langweilig. So viel ist draußen dann auch nicht los, zumindest wenn man nicht alle Ecke abschnüffeln kann.

Und immer nur zuschauen, wie alle kuscheln, macht auch nicht wirklich Spaß. Deshalb hat sie sich inzwischen überwunden und schleicht sich immer öfter  immer näher ran.

Dem üblichen Fernsehprogramm kann sie immer noch nichts abgewinnen, aber sie legt sich schon mal zurecht. Vielleicht gibt es bald wieder eine interessante Tier- und Natursendung.

 

 

 

 

 

Der Tag als das Welpi kam

Welpe Ivy noch mit Geschirr

Irgendwann in den nächsten Tag jährt es sich, als ich heimtückisch für ein Wochenende in die Fremde geschickt wurde. Unbedarft wie ich zu der Zeit noch war, habe ich mir nichts Böses gedacht. Und so komme ich nach einem anstrengenden Wochenende nach Hause und will ins Bad! „Das geht nicht, da sitzt ein Hund!“ „Klar, weiß ich doch. Pfleghund Ophelia! Aber ich gehe ja ins kleine Bad!“ „Das geht nicht, da sitzt ein Hund!“ Ich bin irritiert: „Ich will ja nur ins kleine Bad!“ „Da sitzt ein Hund!“ Weiterlesen

Spaziergang mit Olli

Pflegehund Olivia Hundes suchen ein zuhause ProDogRomania

Pflegehund Olivia

Unser Pflegehund Olivia, oft die olle Olli genannt, steht inzwischen auch regelmäßig erwartungsvoll in Türnähe, wenn es zu einem Spaziergang, noch besser einem Ausflug, losgehen soll. Allerdings sind unsere wechselseitigen Vorstellungen noch nicht so recht kompatibel.

Olivia denkt, Freigang für Pflegis, sprich Türe auf, Hund raus und vielleicht kommt sie auch bald mal wieder. Unsereiner hingegen hat wenig Neigung zu warten, bis ausgefuchste Rumäninnen vielleicht Hunger und Langeweile verspüren. Olivia steckt eindeutig zu viel mit Cleechen zusammen. Was Cleo von der Leine hält? hier

Wie auch immer, Ausflug nur mit Geschirr und Leine, was Olivia als voll doof und Einschränkung ihrer Freiheit empfindet. Deshalb ziert sie sich auch erst mal, aber sind wir erst unterwegs, siegt ganz klar die Neugierde.

Das Überleben unserer Hunde ist stark gefährdet

sobald man Facebook öffnet!

Die Gefahrenmeldungen und Warnhinweise reißen nicht ab und die steigenden Temperaturen rufen auch die Industrie auf den Plan.

Ich fasse mal kurz zusammen, was ich die letzten Tage an Schreckenszenarien gefunden habe:

Zecken: höchste Gefahr ab Frühjahr und absolut tödlich!

Spot Ons, Anti Zecken Halsbänder oder Tabletten: tödlich!

Alternativen wie Schwarzkümmelöl oder Kokosöl: tödlich!

Impfungen sind tödlich, nicht impfen aber auch!

Warnung vor dem Gassi: Weiterlesen

Urlaub mit Hund in Dänemark

Cleo Dünen Blavand Dänemark

Cleo ist zwar mistig, fällt aber sicher nicht unter die offizielle Kategorie Kampfhund

Urlaub mit Hund in Dänemark, für alle Dänemarkfreunde oft ein echter Wermutstropfen. Geschürt durch Gesetze aus dem vorletzten Jahrhundert, dann durch polemische Berichte, die nicht unbedingt fundiert sind und schlließlich noch die diversen Gerüchte und Halbwahrheiten in den sozialen medien.

Auslöser war sicherlich das dänische Hundegesetz, das mit mindestens genauso viel politischem Opportunismus wie fehlendem Sachverstand und ohne fundierte Grundlagen wie bei uns in Deutschland in die Welt gesetzt wurde.

 

Dänemark Strand Abendsonne Nordseeküste

Dänische Nordseeküste

Dänemark Sonne Strand Wellen Nordsee Küste

die Abenddämmerung kommt

Inzwischen wurde nachgebessert und deshalb für alle, die mit Hunde nach Dänemark in Urlaub fahren wollen, nachstehend Links auf zwei Seiten im Internet.

www.fejo.dk/de/

www.tyskland.um.dk/de/

 

Biosphärenreservat Mittelelbe

Geplant war ein Ausflug in den Wörlitzer Park, endlich einmal im Frühjahr, um zu sehen, was und wie es hier blüht. Orientiert man sich vorher nicht anhand einer aktuellen Karte sondern fährt nach Gedächtnis und natürlich nach den Wegweisern, dann ist die Ausfahrt Oranienbaum – Wörlitz an der A 9 nicht wirklich abwegig. Nach dem einen Schild ist die Ortsdurchfahrt Oranienbaum gesperrt, aber da die Wegweiser zum Park fröhlich am Straßenrand leuchten, sollte man es darauf ankommen lassen. Um es kurz zu machen: Bereits am Ortseingang Oranienbaum ist Schluss, man kommt nicht über den Bahnübergang, müsste also zurück zur Autobahn. Nach bereits einer Stunde auf der Piste ist der Fahrer, nämlich ich, beleidigt und hat keine Lust, bis zur Ausfahrt Vockerode zu fahren, um von dort aus, was von Anfang an sinniger gewesen wäre, den Landschaftspark zu erreichen.

Da die mitreisenden drei Feuchtnasen inzwischen Langeweile verspüren und anfangen, quengelig zu werden – bei Kindern würde man von hinten hören: Dauert es noch lange? Wann sind wir da? Ich habe keine Lust mehr! Ich muss mal! – bietet sich das auf halben Weg zurück zur Autobahn liegende Biosphärenreservat zum Halt an.

Parkmöglichkeiten finden sich gegenüber dem Informationszentrum „Auenhaus“, derzeit leider wegen Umbauarbeiten geschlossen. Ein paar Schritte muss man an der Straße Richtung Kapen gehen, dann führen schöne Wanderwege durch den Mischwald. Die Beschilderung der Wege lässt zwar zu wünschen übrig, aber da die Wege sehr rechtwinklig angelegt sind, kann man sich nicht verlaufen. Hilfreich wäre ein Foto der aufgestellten Karten, auf die Idee bin ich aber erst am Ende des Weges gekommen, weshalb hier ein entsprechendes Foto zum Download liegt.

Zur Biberfreianlage sind es ca. 2,5 km, entweder gerade bis Kapen hoch und dann rechts. Alternativ kann man sich natürlich auch schon vorher „in die Büsche schlagen“. In das Freigelände dürfen die Hunde allerdings nicht mit. Die Anlage ist erst ab Mai wieder zugänglich, die Frage war also für dieses Mal nicht sonderlich relevant.

Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung über ca. 7 bis 8 km, meist durch schattigen Wald. Da es dennoch reicht heiß werden kann, der obligatorische Hinweis, auch für die Hunde eine Wasserflasche mitzunehmen. Zu den kleinen Wasserstellen im Wald müsste man durchs Biotop trampeln und das muss nicht sein.

Es sind natürlich noch sehr viel mehr Wege, allein in diesem kleinen Bereich, vorhanden, so dass noch etliche weitere Wandermöglichkeiten bestehen.

Den Link zu einer, wie ich finde, sehr gelungenen Infoseite über das gesamte Biosphärenreservat Mittelelbe finden Sie hier

Retten um jeden Preis?

Wenn es um Tierschutz geht, wenn wir Bilder von traurigen Fellnasen, von armen Seelen, einsamen Hunden oder großen Welpenaugen sehen, gibt es für Viele kein Halten mehr. Die Emotionen kochen über und wir wollen helfen und all diese Hunde retten.

Die Folgen sind nicht mehr zu übersehen. Die Notrufe mehren sich, weil Hunde ihr Zuhause wieder verlieren. Nicht selten sollen sie am besten sofort weg weil sie „verhaltensauffällig“ wurden. Warum wird nicht hinterfragt und dem Hund zu helfen kommt nicht allen Rettern in den Sinn.

Die Verantwortung endet mit der Rettung, Tierheime quellen über und wissen nicht mehr wohin mit der Flut all dieser ehemals geretteten Hunde. Mittlerweile beginnen auch die Tierheime Hunde hin und her zu schieben, je nachdem wo gerade ein Platz frei geworden ist.

Hunde, die nicht die von Interessenten bevorzugten Eigenschaften wie lieb, nett freundlich, kinderlieb etc. entsprechen, werden zu Langzeitinsassen. Hunde die Aggressionen zeigen sind nicht gut für das Image eines Tierheimes und werden abgeschoben.

Mit den Hunden zu arbeiten, ihnen aus ihrem Verhalten herauszuhelfen und ihnen so die Chance auf ein neues Zuhause zu geben? Keine Zeit und kein Geld!

Häufig übernehmen ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die den Sinn des Tierschutzes leben, diese Aufgabe. Sie opfern ihre Freizeit um all diesen Hunden ein wenig helfen zu können.

Auch mich erreichen täglich immer mehr Anfragen, ob ich nicht eine arme Fellnase bei mir aufnehmen kann. Falls ich mich nicht dazu bereit erkläre, muss die arme Seele wieder zurück in die Tötung weil sich nirgends mehr ein Platz finden lässt.

Ist das Tierschutz, aus der Tötung in die Tötung?

Vor vier Wochen habe ich einen geretteten Herdenschutzhund-Mischling bei mir aufgenommen.

Ich habe ihn lange beobachtet und was ich sehe erschreckt mich.

Pongo ist eines dieser vielen Opfer der unzähligen unverantwortlichen Rettungen.

Pongo wurde in eine Welt „hineingerettet“ die nicht seine ist. Die Welt in die er gebracht wurde macht ihm Angst. Er hat Angst vor Geräuschen, vor Männern, vor der Dunkelheit, vor dem Fernseher und selbst vor den Bewegungen am Himmel. Wann immer er kann sucht er Schutz unter Bäumen, Sträuchern oder unter Möbeln.

Sein Leben besteht aus Angst und Stress.

Hundeexperten und auch Tierschützer hatten bereits mehrfach empfohlen, diesen Hund einschläfern zu lassen.

Ist es das was wir unter Rettung verstehen, einen Hund von der Straße einzufangen, ihn nach Deutschland zu bringen um ihn dann hier einschläfern zu lassen? Wenn ja läuft etwas gewaltig schief!

Was Pongo betrifft, bekommt er bei mir sein „Gnadenbrot“. Ich lasse ihn und zwinge ihn zu nichts. Soweit wie möglich darf er bei mir leben, wie er es für richtig hält. Gewisse Regeln und Grenzen aber muss auch er einhalten. Wir machen kleine Fortschritte und auch wieder Rückschritte.

Ob er jemals ganz hier ankommen wird? Ich weiß es nicht!

Ich stelle nicht den Auslandstierschutz als solches in Frage. Ich habe selber fünf Hunde aus dem Ausland und alle hatten ihr Päckchen dabei. Keiner meiner fünf Hunde war nur lieb, verspielt, verschmust oder gar dankbar für das neue Zuhause. Teilweise „ging ganz schön die Post ab“ und ich hatte alle Hände voll zu tun. Einen meiner Hunde „umzutauschen“ wäre mir aber nie in den Sinn gekommen.

Ich appelliere an die Tierschutzvereine, verantwortungsvoller mit dem Lebewesen Hund umzugehen. Es kann nicht im Sinne eines Tierschutzes sein, wenn unzählige gerettete Hunde hier erst zum Wanderpokal werden um dann den Rest ihres Lebens in einem Tierheim verbringen zu müssen oder gar eingeschläfert werden.

Und ich bitte alle seriös arbeitenden Tierschutzvereine mitzuhelfen, dass all die Vereine, die Hunde in Massen ohne Sinn und Verstand nach Deutschland verkaufen, wieder in der Versenkung landen.

Den vermittelnden Verein von Pongo gibt es nicht mehr und das ist auch gut so!

Bitte seid aufrichtig zu den Interessenten und beschreibt die Hunde so ehrlich wie irgendwie möglich. Wenn man nichts über den Hund weiß, dann kommuniziert man das auch so. Ich bin immer wieder überrascht wieviele Hunde als kinderlieb beschrieben werden, die Zeit ihres Lebens in einem Tierheim waren und daher noch nie ein Kind gesehen haben können. Das ist unverantwortlich und hilft weder den Interessenten noch den Hunden.

Das vermeintliche Argument, dass es den Hunden hier in einem Tierheim besser gehe als im Ausland, lasse ich pauschal so nicht stehen.

Wer das meint den bitte ich, regelmäßig Tierheime aufzusuchen und die Hunde dort zu beobachten, den Großteil des Tages eingesperrt auf wenige Quadratmeter und in ihren Fäkalien liegend. Viele werden verhaltensauffällig, verletzen sich selber oder werden aggressiv.

Auch wenn wir es nicht hören wollen: wir können nicht alle retten. Jeder kann nur im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas zum Tierschutz beitragen.

Wer seine Grenzen nicht erkennt und diese nicht beachtet, kann sehr schnell selbst zu einem „Rettungsfall“ werden. Auch das passiert, tagtäglich im Tierschutzland Deutschland. Vor allem vielen ehrenamtlichen Helfern, die nur helfen wollten.

Und manchmal müssen Hunde vor den „Rettern“ gerettet werden!

Ein Beitrag von Problemhundtherapie Marion Höft

Die Verfasserin ist ausgebildete und zertifizierte Problemhundetherapeutin. Sie arbeitet schon seit ihrer Jugend mit Hunden und hat in konsequenter Fortführung 2013 die Ausbildung zur Problemhundetherapeutin absolviert.