Schlemmer- und Museumstour durch Oberfranken

Die Region Oberfranken hat einiges zu bieten. Um das näher zu erkunden, hatten wir uns für ein Wochenende zu einer Schlemmer- und Museumstour aufgemacht.

Die Plassenburg, ehemalige Hohenzollernfestung über Kulmbach, war das erste Ziel. Das Zinnfigurenmuseum, das größte der Welt, zählt auf mehreren Etagen rd. 300.000 ausgezeichnet und sehr fein gestaltete Einzelfiguren. In 150 Dioramen wird die Geschichte der Menschheit von der Steinzeit bis ins 19. Jhrdt. dargestellt. Das größte Diorama weltweit mit fast 20.000 einzelfiguren ist hier ebenfalls zu finden. Das Museum Hohenzollern und das Armeemuseum zu Friedrich dem Großen haben wir ausgeklammert. Wer das Zinnfigurenmuseum an einem Tag schafft, ist danach normalerweise nicht mehr aufnahmefähig.

Die Burg ist mit dem PKW nicht zu erreichen, da es hier keine Parkplätze gibt. Wer gut zu Fuß ist und über entsprechende Kondition verfügt, kann in der Stadt parken und den Berg in etwa einer halben Stunde erklimmen. Bequemer ist es mit dem Pendelbus, der im Sommer etwas im halbstündigen Rhythmus fährt. Parkplätze gibt es in der Stadt einige, ebenso Parkhäuser. Die Parkplätze in den Straßen sind weniger geeignet, da die Parkzeiten hier sehr stark eingeschränkt bzw. sehr kurz sind. Der zentrale Parkplatz stand zu unserem Besuch nicht zur Verfügung, hier wurde heftig gebuddelt.

Da wir in Kulmbach übernachten wollten, hatten wir im Flairhotel Dobrachtal, kurz vor der Stadt, eingecheckt und waren von dort mit guten Informationen über die Parkmöglichkeiten in der Stadt versorgt.

Sehr ordentliches Mittagessen gibt es in der Stadt, unterhalb der Burg, in der Zunftstube. Recht unscheinbar in der Straße „Obere Stadt 4“ gelegen, punktet sie mit ausgesprochen freundlicher Bedienung und guten bodenständigen Speisen.  Genau gegenüber geht kommt übrigens der Fußweg von der Burg an.

Das Dobrachtal liegt ruhig, angesichts der preiswerten und ausgezeichneten Küche, dem guten Bier und der erschöpfenden Wanderung auf die Burg und zurück war das eher von Vorteil. Auch ein Vierbeiner wird hier nichts mehr vermissen. Und das Frühstück: Keine Einwände, es ist reichlich für einen weiteren Tag.

Die recht große Museumslandschaft in Kulmbach und Umgebung verlangt ohnehin nach weiteren Besuchen.

Der darauffolgende Samstag stand bereits unter dem Zeichen der Rückfahrt. Auf dem Weg zur A 9 kommt man direkt an dem Städtchen Neuenmarkt vorbei. Das deutsche Dampflokmuseum muss man einfach gesehen haben. Auch wer auf der A 9 unterwegs ist sollte versuchen, einen Zwischenstopp mit 2-3 Stunden einzuplanen. Von oder zur Autobahn sind es vielleicht 15 Minuten. Beeindruckend, was hier zusammengetragen und ausgestellt wird.

Nach dem umfangreichen Frühstück war trotz mehrstündigem Aufenthalt im Dampflokmuseum der Hunger nicht sonderlich nagend, war wer in der Ecke unterwegs ist, kommt an einem Mittags- oder Abendessen im Gasthof Kraus in Joditz bei Hof nicht vorbei. Trotz wie immer vollem Haus war das Essen ausgezeichnet, leider war für den Nachtisch „kein Platz“ mehr vorhanden.

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