Eine steife Brise aus Nordnordwest

Mit Mädchen spazieren zu gehen, ist für besonders kleine Hunde besonders lästig. Hundemädchen untersuchen jeden Halm, jedes Hölzchen und jede Muschel auf das Genaueste, so dass man einfach nicht vorankommt. Wie beim Shoppen. Auch da ist er binnen kürzester Zeit außerordentlich empört.

Und haben die Hundemädchen keine Lust mehr, schalten sie in Wandermodus. Zumindest Cleo hat es dann so eilig, voran zu kommen, dass Chico mit den kurzen Beinchen Mühe hat, mitzuhalten. Außerdem kann er dann nicht interessanten Nachrichten hinterher schnüffeln. Weiterlesen

Kann das kalt sein

Wer sich heute im Straßencafe in der Sonne aalt, kann sich gar nicht so richtig vorstellen, wie kalt es vergangene Woche, vor allem an der Küste, noch war. Chico, der unermüdliche Spaziergänger, hatte sich, da ohne Mäntelchen unterwegs, in Warnemünde nur im Windschatten der Mole rum gedrückt.

F 261 Korvette Magdeburg

Korvette Magdeburg vor Warnemünde

Für die Korvette Magdeburg, die aus dem Marinestützpunkt Warnemünde in die stürmische Ostsee auslief, hatte er, im Gegensatz zur Begleitung, keinen Blick übrig.

Das letzte Mal bei dem Wetter auf hoher See wollte ich für meinen Teil lieber sterben. Chico hingegen hat bisher noch keine Anzeichen von Seekrankheit gezeigt. Schiffe sind ihm allerdings etwas unheimlich, da groß und unübersichtlich.

 

Deutsches Fotomuseum am agra-Park Markkleeberg

Weißes Haus agra Park Leipzig Markkleeberg

Weißes Haus im agra-Park

Das Wetter war am Wochenende durchwachsen, deshalb sollte die Erkundung mit dem agra-Park beginnen. Chico war gleich Feuer und Flamme, als die Autoschlüssel klapperten, Bruno wollte lieber mit seinem Freund spazieren gehen und die beiden rumänischen Mädchen, ansonsten wild aufeinander zickend, waren sich einig. Möglichst weit im Garten verschwinden, null Bock auf Ausflüge und Spaziergehen.

Wie meist also nur der Zwerg als Begleitung, dem das Ziel völlig egal ist, Hauptsache er bleibt Mittelpunkt. Weiterlesen

Ein Opfer findet sich immer

kommt da bald jemand

Gleich nach dem Aufstehen lauert Davina auf die ersten Opfer. Die ersten werden angespielt, an den zweiten knuspert sie rum und danach wird alles was ihr in die Quere kommt, niedergerungen. Zum Frühstück wird Pause eingelegt, danach aber macht sie sich mich neuem Elan sofort wieder auf die Suche.

gibts bald was

Die ersten Opfer, zweibeinig, noch im Halbschlaf und nicht ganz wach, werden so lange attackiert, bis sie sich endlich wehren. Selbst wenn sie im Schwitzkasten steckt, hindert sie das nicht, weiterhin heftigst mit ihren spitzen Beißerchen an allem Erreichbaren wie Hände, Finger, Arme rumzuknuspern. Dass dabei blaue Flecke, Kratzer, zerrissene Hemdsärmel rauskommen – Kollateralschaden! Wird sie dann weggescheucht, sucht sie neue Opfer. Chico allerdings lässt sich auf nichts ein und Cleo zickt sofort zurück. Also stürzt sie in den Garten, um den armen Bruno anzufallen. Das geht dann solange, bis es Zeit ist ins Büro zu gehen. Da ist sie dann wie Cleo: Fersengeld geben, sich in Luft auflösen. Arbeit ist nichts für kleine Mädchen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wird es Frühling am Schwielowsee

Caputher Gemünde Einmüdung Blick Schwielowsee

Einmündung in den Schwielowsee

Diese Frage konnte man sich diese Woche stellen. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen  bei 12 Grad. Glück hatte, wer eine Pause und einen Spaziergang entlang der  „Promenade“ am Caputher Gemünde, von der Fähre bis zur Einmündung in den Schwielowsee, machen konnte.

Höhne Kaffeetisch Schwielowsee Caputher Gemünde

Eiscafe & Bistro Höna

Das Eiscafe & Bistro Höna, während des Winters nur am Wochenende geöffnet, hatte sich für die Spaziergänger zurecht gemacht und die ersten Tische auf die Terrasse direkt am Wasser gestellt. Für den selbstgebackenen Kuchen und Kaffee war es auf der Terrasse noch kühl, aber mit den Decken und mit einer leichten Jacke war es sehr angenehm.

Knospen suchte man zwar noch vergeblich, aber Sonne und Wasser brachten wunderbare Farben hervor, unzählige Enten und Bläßhühner sonnten sich und ließen sich, ebenso wie Familie Schwan, auch von rumstromernden Vierbeinern kaum aus der Ruhe bringen.

laufender Schwan beginnt fliegen

gleich gehts los

Blässhühner Gruppe Schwielowsee Caputh Gemünde

Meeting

Aussichtsplattform Schwielowsee Caputh Gemünde

Aussichtsplattform am Schwielowsee

Schwäne mit Jungtier 1 Jahr alt

Familienausflug

Baumspiegelung Schwielowsee Caputh

Spiegelung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist Davina ein Lateiner?

Davina sollte angeblich ein Straßenhund aus Rumänien sein, ein RuStraKö also. Aber: Stimmt das? Ist die doch eher ein Lateiner! Das südländische Temperament dazu hat sie und ihre neueste Angewohnheit lässt vermuten, dass sie doch von den alten Römern abstammen könnte. Kann natürlich auch sein, sie liest heimlich meine Asterix. Oft genug ist sie in irgendwelchen Ecken verschwunden und heckt neuen Schabernack aus. Wie mit Kleinkindern: Hört man 5 Minuten nichts mehr, sollte man sich panisch auf die Suche machen, weil sie gerade wieder was anstellen, was sie zwar total cool finden, den Eltern allerdings meistens keine echte Freude bereitet.

Zu Davina: Das Foto beweist, dass die vorstehenden Überlegungen nicht grundlos sind. Madame hat es sich zur Angewohnheit gemacht, abends den Napf vor das Körbchen zu schieben, sind dann ins Körbchen zu legen und liegend zu dinieren.

Mut oder Wahnsinn

Nur mit äußerster Mühe und im letzten Moment konnte der Zwerg dieser Tage daran gehindert werden, sich rasend in seiner Wut und eindeutig suizidgefährdeter Absicht durch einen Jägerzaun zu stürzen, um den dort blutrünstig lauernden Rottweiler fertig zu machen. Manches Mal übertreibt es der Kleine mit seiner Wut, in diesen Momenten sind ihm dann die Unterscheidung zwischen Groß und Klein gerade mal nicht so ganz geläufig.

Warnemünde Strand Februar

Warnemünde an einem tristen Februarnachmittag

Ostsee Warnemünde Februar

selbst dem Meer ist trist

Wenn man sich das aktuell triste Wetter anschaut, könnte man schon Verständnis für schlechte Laune haben. Hier der Strand von Warnemünde, keine Sonne die durchkommt und kaum jemand unterwegs. Keine Freunde, keine Kumpels, da muss man sich schon anderweitige Beschäftigung suchen.

14 typische Fragen von Hundebesitzern

und die unterschiedlichen Antworten – je nachdem wen man fragt!

von Carolin Hoffmann, Hundetrainerin mit eigener Hundeschule

Chico - Papillon

Chico ist vielleicht nicht Chef, aber MdU – Mittelpunkt des Universums

Immer wieder werde ich von Kunden gefragt, ob ein Hund eigentlich dieses oder jenes darf. Die Fragen sind meist von der Sorge getrieben, sich ansonsten womöglich einen Hund heranzuziehen, der unbedingt der Chef sein möchte. Eindeutig der Alptraum eines jeden Hundebesitzers! Denn ist der Hund erst mal Chef, hat man verloren.

Zumindest ist es das, was uns viele „Hundeexperten“ im wahren Leben, aber vor allem auch im Fernsehen einbläuen: Die Begründung aller Verhaltensweisen in der naturgegebenen, gemeingefährlichen, systemumstürzenden und daher mit aller Vehemenz zu unterbindenden Dominanz des Hundes. Weiterlesen

Das Leben ist schlecht

So zumindest nach massgeblicher Meinung der nicht ausreichend beachteten Feuchtnasen.

Kangal Bruon

Bruno ist leidend

Bruno war gestern mal wieder vermutlich in Scherben getreten, die derzeit zuhauf auf den Straßen und Fußwegen liegen. Die Wunde blutete heftig, so war der Besuch bei seiner Tierärztin unvermeidlich. Er selbst ist da grundsätzlich anderer Ansicht. In der Praxis gibt es nach wie vor keine Ameisenlöcher, in die er sich verkriechen könnte, wenn er mal wieder brutal entführt und dorthin geschleppt wird. Glücklicherweise war in der tiefen, stark blutenden Wunde kein Fremdkörper, so dass er gleich verbunden werden konnte. Er war äußerst leidend, konnte sich nur mühsam humpelnd fortbewegen. Jedoch schenkte ihm niemand die Aufmerksamkeit, die er sich davon versprochen hatte. Damit lohnte sich auch das Humpeln nicht mehr. Beim nächsten Spaziergang, den er sich erzwungen hatte, tobte er demzufolge wieder in seinem bekannten Stechschritt los.

Cleo, rumänischer Straßenhund

Cleo

Das arme Cleechen hingegen muss sich immer mit einer Ecke auf einem viel zu großen Kissen zufrieden geben, dass sie dazu vorher Davina vertreibt, blendet sie ganz schnell aus. Immerhin verbrüdern sich die beiden Rumänenzicken ganz schnell, wenn es gilt, irgendwelchen Unfug anzustellen. Ansonsten zicken sie miteinander.

Davina rumänischer Straßenhund

Davina

Davina: Nur Bruno hat hin und wieder Lust, mit ihr Jagen zu spielen, im Moment allerdings ist er ungnädig. Deshalb sind mobile Dosenöffner im Moment ihr bevorzugtes Opfer. Wer nicht achtgibt, macht mit ihrem Bodycheck Bekanntschaft – mit Anlauf in die Kniekehlen. Vor vier Wochen noch verschreckt in der Ecke hat sie inzwischen mehr Kondition denn andere Leute Zeit. So zieht sie sich dann tief gekränkt in ihre Zufluchtsecke im Badezimmer, mit Fußbodenheizung zurück. Nur,. Um nach wenigen Minuten auf Raubzug zu gehen und der eindrucksvollen Sammlung von Diebesgut Neues hinzuzufügen.

Papillon Chico

und Chico

Und Chico? Er fühlt sich, sobald er nicht der Mittelpunkt des Universums ist, grundsätzlich missverstanden und hänft zum Steinerweichen! Wer den Begriff noch nicht kennt: Spätestens wenn er wegen fehlender Unterwolle ein Mäntelchen gegen die Kälte an hat, sieht man, welch Zwerg er ist. Ein Hänfling eben, wenn auch mit dem mutigen Herz eines Königs der Löwen. Dennoch versteht er es meisterlich, einen leidenden und jammervollen Eindruck zu erwecken.

 

Und was sagt uns das gesammelte Leid? Das Leben ist schlecht!

Salz an den kleinen Pfötchen

Während Bruno sich auch von den widrigen Wetterbedingungen wenig stören lässt, leiden die Kleinen doch sehr an dem Salz. In manchen Abschnitten sieht es so aus, als wäre Salz kiloweise über die Gehwege gekippt worden, um sich das fegen zu sparen. Vor allem bei kaltem Wetter sind die Hundepfoten sowieso etwas rissig, so dass das Salz richtig brennt und die Feuchtnasen heftig leiden. Sowohl Chico als auch Cleo haben recht schnell keinen Spaß mehr am Spaziergang. Cleo sperrt sich inzwischen von vornherein, während Chico zwar noch mit will, aber recht bald stehen bleibt und sich nur noch tragen lässt. Da er normalerweise mit Begeisterung an allen Ecken schnüffelt, ist das ein sehr schlechtes Zeichen.

Ein Tipp von Dr. Thomas Hanisch, Tierklinik Potsdam: Es hilft, wenn man die Hundepfoten vor dem Spaziergang dünn mit unparfümierte Vaseline einsalbt. Nach dem Spaziergang über die versalzenen Wege sollten die Pfoten grundsätzlich feucht gewaschen werden. Wenn der Zwischenpfotenbereich wund ist, kann man hier auch Ringelblumensalbe oder Ichtyosalbe dünn auftragen. Am Besten wäre es natürlich, wenn Hündchen Schneeschuhe tragen und mit dem Salz gar nicht erst in Berührung kommen würde.

Bei Chico und  Bruno ein aussichtsloses Unterfangen. Die werfen sich erst mal auf den Boden und fleddern die Schühchen.