Das waren noch Zeiten

Tatsächlich waren das noch Zeiten, als der Zwerg noch auf sein Äußeres geachtet hatte und immer schnicke und adrett war. Saubere Pfötchen, sauberer Pelz und all die Trivialhundebesitzer waren neidisch auf das gepflegte Äußere seiner Lordschaft. Wenn man sich die Bilder von Hundestrand bei

Inzwischen macht sich die Bilder vom Hundestrand bei Carolinensiel anschaut, wo ein sehr reinlicher Mücken mit einer schlammverkrusteten Meute zusammen traf, aber immer achtsam war, dass nichts seinen seidigen Pelz befleckte, wird den Neid verstehen.

Sei’s drum, inzwischen ist es ihm, vermutlich aufgrund der schlechten Gesellschaft, in die er geraten ist, völlig egal. Wichtig ist, durch die Botanik zu fräsen und Maulwurfshügel umzugraben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut, das letzte Bild ist nicht direkt vom Hundestrand, aber die Assoziation ist nicht zu verhehlen.

Überall Kaffi

ProDogRomania Straßenhund

Kafka

Manchmal ist oll Kaffi echt anstrengend! Sitze ich am Schreibtisch, liegt er daneben (in seinem Nobelkörbchen), hole ich einen Kaffee, steht er hinter mir an der Maschine. Bringe ich Papier zur Tonne, was drippelt hinter mir? Kaffi! Gehe ich auf Toilette, wer will mit rein? Gehe ich an den Briefkasten, wer will mit schauen? Renne ich in Denkerpose hin und her, wer rennt mit?

Genau! Überall oll Kaffi! 🤣
Und wer drängelt sowieso an der Türe und will spazierengehen, wenn wir justament von eineinhalb Stunden Gassengang zurück kommen? Kafka und Ivy!

Beziehungskrise

Olivia und Ivy

In der Prä-Kafka-Zeit hatte Ivy nur Bruno und olle Oli zum Balgen. Vor allem Olivia war und ist ein dankbares Opfer, weil sie jeden Anlass mit Begeisterung aufnimmt. Und gibt es keinen Anlass, balgen sie trotzdem.

Aber hier am Hundestrand vor Kahlenberg bei Schilksee scheinen sich die beiden gerade nichts zu sagen zu haben. Beziehungskrise? Oder weil Olivia nicht so kann wie sie will? Weg mit den Leinen? Aber dann wäre Olivia auch weg. Sie ist wie Cleechen und kommt nur, wenn sie wirklich selber will.

Vergangenheitsbewältigung mit Davina

Heute wollte ich mit Davina mal wieder Vergangenheitsbewältigung machen. So wirklich hält sie aber nichts davon. Sie hat volles Verständnis, dass Hündchen den ganzen Tag „very very angry“ ist, wenn sie morgens nach dem Aufwachen nicht erst mal ausgiebig gekuschelt und geknuddelt wird. Und das Hündchen in der Ecke hinter dem Schrank sitzt, wenn es vor 9 Uhr Gassen gehen soll, ist ihrer Meinung nach völlig normal.

Gut, 28 Euro Handschuhe zerfetzen, wenn Finger drin stecken, nun, das müsste nicht unbedingt sein – aber ansonsten kann sie nach wie vor nicht verstehen, was ich von ihr will.

Warum?

Heute wurde wieder die Frage gestellt: „Warum?“

Warum Hunde aus dem Tierschutz, warum Hunde von der Straße? darauf gibt es neben den ausführlichen und plakativen Begründungen auch eine ganz kurze Antwort!

Darum!“

 

 

 

 

 

 

 

Davina im Vetkennel, wo sie beinahe untergegangen wäre und nun, nachdem sie uns das erste halbe Jahr das Leben sehr schwer gemacht hat, Mitglied im Club der größten Schmuser von Welt!

 

Warnemuende wenns kalt ist

Die ersten Monate des Jahres sind auf den ersten Blick nicht unbedingt geeignet, um die Ostseeküste aufzusuchen. Wer allerdings schon mal der Saison in Warnemünde und ähnlichen Orten etliche Tage an der Küste zugebracht hat, der weiß die vorgeblich ungemütliche Zeit zu schätzen. Dabei gilt nach wie vor: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

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Wellen am Strand vor Warnemünde

Selten zudem, dass das Wetter wirklich durchgehend schlecht ist, manchmal durchwachsen, meistens nur kalt. Anfang Februar war es dieses Jahr allerdings etliche Male auch sehr stürmisch. Die angekündigten Sturmböen sind tatsächlich durchgezogen. Mit den Böen fliegende Sandkörner brannten sehr unangenehm im Gesicht. Auch begeisterte Strandläufer wie Chico stürmten zwar regelmäßig über die Dünen, um dann aber recht schnell wieder den Rückzug in den Windschatten anzutreten. Cleo als RuStraKö (rumänischer Straßenköter) macht inzwischen auch recht gerne ausgiebige Strandspaziergänge, allerdings auch nur bei schönem Wetter. Wenn der Wind das dichte schwarze Fell aufstellt und sich die Sandkörner dazwischen festsetzen, verliert sie sehr schnell die Lust.

Cleo im Roentgen

Cleo im Röntgen

Für solche Momente haben sie sich mit dem Café Röntgen angefreundet. Es liegt an der Seestraße nahe des Leuchtturms und ist für seine gemütliche Kaffeehausatmosphäre und ausgezeichneten Torten beliebt. Vor allem Cleo bevorzugt einen Tisch auf der Empore, hat sie von dort doch einen ausgezeichneten Überblick über das Café und die großen Fenster hinaus auf die Straße. Damit kann sie sich stundenlang beschäftigen. Chico hingegen ist nach einer halben Stunde schon wieder total langweilig und er will unbedingt wieder los, um nach neuen Kumpels Ausschau zu halten. Von denen trifft er fast immer eine ganze Menge.

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Fischkutter am Anleger vor dem Fischmarkt

 

Mittags gibt es Fischbrötchen, sehr gut sind sie am Kiosk vor dem Bahnhof oder am unteren Ende des Fischmarktes. Während der Fischmarkt nur Samstag und Sonntag geöffnet hat, sind die drei Imbissstände die ganze Woche besetzt. Auch hier lauern Möwen, die unachtsame Besucher attackieren und sich dann mit der Beute aus dem Staub machen. Es hat sich auch noch niemand gefunden, der sich in einen kreischenden und zankenden Pulk Möwen stürzt, um eventuelle kümmerliche und zerfetzte Reste seiner Fischbrötchen zurück zu holen.

Nachmittags sollte man entweder relaxen oder noch mal eine Strandwanderung unternehmen. Ein Einkaufsbummel, um zum Beispiel ein Hemd zu kaufen, ist eine ausgesprochen schlechte Option. Die letzte entsprechende Aktion im Mare Baltic am Strom endete mit einer sehr großen Tüte, drei Hemden, einer Krawatte und einem Anzug. Und natürlich waren hier die Köter nicht gelangweilt und drängten nicht zum Aufbruch. Jeder Kaffeehausbesuch ist billiger.

Den Abend verbringt man „Im Stromer“ in sehr schönem Ambiente und einer ganz ausgezeichnete Küche, allein diese ist schon einen Besuch in Warnemünde wert. Dringend geboten ist eine rechtzeitige Tischreservierung. Bis zum vergangen Jahr musste sich der „Stromer“ den exzellenten Ruf der Küche ebenso wie das Ambiente mit einem anderen Restaurant, einige Häuser näher zum Stadtzentrum, teilen.

Seit einem Betreiberwechsel verzichtet man dort auf Tischdecken, dadurch könne man die Preise etwas reduzieren. Das Flair entspricht jetzt dem Niveau einer Bierkneipe. Von ausschließlich frisch zubereiteten Speisen und Zutaten, auf die die vorherigen Betreiber mit Recht stolz waren, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Mit anderen Worten: Die Qualität des Essens und die lieblos auf dem Teller verteilten Fertigzutaten passen sich dem an.

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Leuchtturm Warnemünde aus Richtung Lotsenstube

Ich kann mich nicht erinnern, wann es mich zuletzt ich nach einem Essen dringend nach einem Schnaps verlangte. An der Lotsenstube unterhalb des Leuchtturmes, Straße „Am Leuchtturm“, war ich bisher immer vorbei gelaufen, hatte sie gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Cleo allerdings fand sie geeignet, um dem nach wie vor verhassten Autoverkehr aus dem Weg zu gehen. Einfach eingerichtet mit nur einem kleinen Raum, aber sehr gemütlich und preisgünstig.

Kafka ist von Adel

Kafka Straßenhund Rumänien ProDogRomania

Kafka

Heute Morgen hat Kafka mir mal wieder erklärt, dass er von edler Abstammung sei. Und als solcher ist das edle Waidwerk sozusagen ein Muss.

Zum Beispiel den Fasan erlegen, der vor uns gerade über den Weg läuft – eine würdige Vorspeise des geplanten Festmahles. Dazu gespickter Rehrücken, die Fährte ist für seine Nase eindeutig. Und danach eine Wildschweinkeule zur Abrundung.

Die Biberburg hat er erst mal links liegen lassen, das wird erst nächstes Jahr vor Ostern interessant, wenn wieder Fastenzeit ist und nur Fisch statt Fleisch auf den Tisch kommt.

 

Ein Zwischendurchsnack

der kleine Kafka

Der kleine Kafka ist einem gelegentlich Snack als Wegzehrung durchaus nicht abgeneigt.

Der Broiler schien ihm auch genau die richtige Größe für einen schnellen Imbiss zu haben. Allerdings fand es Kafka völlig unkameradschftlich, dass ich ihm nicht helfen wollte.

Meine Bedenken wegen des offensichtlich schlecht gelaunten Kumpels schienen im reichlich an den Haaren herbeigezogen. Man muss ja nicht immer einer Meinung sein, aber vorsorglich habe ich mich doch zügig durchgesetzt.

Schwan schwimmen Schwan läuft über Wasser