Das Leben ist schlecht

So zumindest nach massgeblicher Meinung der nicht ausreichend beachteten Feuchtnasen.

Kangal Bruon

Bruno ist leidend

Bruno war gestern mal wieder vermutlich in Scherben getreten, die derzeit zuhauf auf den Straßen und Fußwegen liegen. Die Wunde blutete heftig, so war der Besuch bei seiner Tierärztin unvermeidlich. Er selbst ist da grundsätzlich anderer Ansicht. In der Praxis gibt es nach wie vor keine Ameisenlöcher, in die er sich verkriechen könnte, wenn er mal wieder brutal entführt und dorthin geschleppt wird. Glücklicherweise war in der tiefen, stark blutenden Wunde kein Fremdkörper, so dass er gleich verbunden werden konnte. Er war äußerst leidend, konnte sich nur mühsam humpelnd fortbewegen. Jedoch schenkte ihm niemand die Aufmerksamkeit, die er sich davon versprochen hatte. Damit lohnte sich auch das Humpeln nicht mehr. Beim nächsten Spaziergang, den er sich erzwungen hatte, tobte er demzufolge wieder in seinem bekannten Stechschritt los.

Cleo, rumänischer Straßenhund

Cleo

Das arme Cleechen hingegen muss sich immer mit einer Ecke auf einem viel zu großen Kissen zufrieden geben, dass sie dazu vorher Davina vertreibt, blendet sie ganz schnell aus. Immerhin verbrüdern sich die beiden Rumänenzicken ganz schnell, wenn es gilt, irgendwelchen Unfug anzustellen. Ansonsten zicken sie miteinander.

Davina rumänischer Straßenhund

Davina

Davina: Nur Bruno hat hin und wieder Lust, mit ihr Jagen zu spielen, im Moment allerdings ist er ungnädig. Deshalb sind mobile Dosenöffner im Moment ihr bevorzugtes Opfer. Wer nicht achtgibt, macht mit ihrem Bodycheck Bekanntschaft – mit Anlauf in die Kniekehlen. Vor vier Wochen noch verschreckt in der Ecke hat sie inzwischen mehr Kondition denn andere Leute Zeit. So zieht sie sich dann tief gekränkt in ihre Zufluchtsecke im Badezimmer, mit Fußbodenheizung zurück. Nur,. Um nach wenigen Minuten auf Raubzug zu gehen und der eindrucksvollen Sammlung von Diebesgut Neues hinzuzufügen.

Papillon Chico

und Chico

Und Chico? Er fühlt sich, sobald er nicht der Mittelpunkt des Universums ist, grundsätzlich missverstanden und hänft zum Steinerweichen! Wer den Begriff noch nicht kennt: Spätestens wenn er wegen fehlender Unterwolle ein Mäntelchen gegen die Kälte an hat, sieht man, welch Zwerg er ist. Ein Hänfling eben, wenn auch mit dem mutigen Herz eines Königs der Löwen. Dennoch versteht er es meisterlich, einen leidenden und jammervollen Eindruck zu erwecken.

 

Und was sagt uns das gesammelte Leid? Das Leben ist schlecht!

Salz an den kleinen Pfötchen

Während Bruno sich auch von den widrigen Wetterbedingungen wenig stören lässt, leiden die Kleinen doch sehr an dem Salz. In manchen Abschnitten sieht es so aus, als wäre Salz kiloweise über die Gehwege gekippt worden, um sich das fegen zu sparen. Vor allem bei kaltem Wetter sind die Hundepfoten sowieso etwas rissig, so dass das Salz richtig brennt und die Feuchtnasen heftig leiden. Sowohl Chico als auch Cleo haben recht schnell keinen Spaß mehr am Spaziergang. Cleo sperrt sich inzwischen von vornherein, während Chico zwar noch mit will, aber recht bald stehen bleibt und sich nur noch tragen lässt. Da er normalerweise mit Begeisterung an allen Ecken schnüffelt, ist das ein sehr schlechtes Zeichen.

Ein Tipp von Dr. Thomas Hanisch, Tierklinik Potsdam: Es hilft, wenn man die Hundepfoten vor dem Spaziergang dünn mit unparfümierte Vaseline einsalbt. Nach dem Spaziergang über die versalzenen Wege sollten die Pfoten grundsätzlich feucht gewaschen werden. Wenn der Zwischenpfotenbereich wund ist, kann man hier auch Ringelblumensalbe oder Ichtyosalbe dünn auftragen. Am Besten wäre es natürlich, wenn Hündchen Schneeschuhe tragen und mit dem Salz gar nicht erst in Berührung kommen würde.

Bei Chico und  Bruno ein aussichtsloses Unterfangen. Die werfen sich erst mal auf den Boden und fleddern die Schühchen.

Diebisches Davin

Davina auf SucheWenn das potentielle Risiko besteht, dass jemand auf die Idee käme, mit Davina spazieren zu gehen, bewegt sie sich keinen Millimeter aus ihrer Ecke. Sofern ihr allerdings tödlich langweilig ist oder sie einen ihrer Raubzüge plant, sieht die Sache schon anders aus. Sie entwendet diebisch alles, was ihr im Haus vor die Zähne kommt und versteckt es als diebische Elster in ihrem Körbchen. Hier kann man schon mal Socken, Handschuhe, Decken, Tücher finden, eben alles was so im Laufe der Tage vermisst wird. Einzig Schuhe sind bis jetzt noch nicht Opfer ihrer Raubzüge geworden. Weiterlesen

Wirst schon sehen, was Du davon hast!

Davina in der ersten Woche

Zuerst kämpfte Davina um ihr Leben, wenn man ihr ein Halsband anlegen wollte. Nun hat sie sich überlegt, dass sie es vielleicht doch nicht ganz so schlecht getroffen hat.Was nicht heißen soll, dass sie bereit wäre, sich ausführen zu lassen.

Aber die Taktik hat sie geändert! Sie wehrt sich nicht mehr mit Krallen und Zähnen. Nein, sie lässt sich das dreiteilige Geschirr anlegen und braucht dann knapp 15 Minuten, um heimlich in der Ecke alle drei Gurte durchzuknuspern, sich die kümmerlichen Reste auszuziehen und in der Tiefe ihres Körbchens zu verstecken. Inzwischen hat sie das mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt, die Produzenten stehen Schlange, um einen Sponsoringvertrag zu bekommen.

Blick nach draussen – ist die Luft rein?

Hat sie kein Geschirr, schreddert sie Brunos Matratze, der allerdings nur einschreitet, wenn sie sich an seinen Futternapf macht. Ansonsten linst sie inzwischen schon mal durch die Hundeklappe nach draußen, um zu sehen, ob die Luft rein ist.

Cleo macht es bekanntlich umgekehrt: die steht draußen und schaut nach drinnen, ebenfalls um sicher zu sein, dass die Luft rein ist. Die eine will in den Garten entweichen, die andere nicht ins Büro mitkommen!

Golfclub Gera

Chico und Cleo Golfplatz Gera Burkersdorf

die beiden glauben nicht, dass der Abschlag klappt

Der Golfclub Gera mit seinem 18 Lochplatz und dem öffentlichen 6 Loch-Kurzplatz liegt 20 Autominuten südwestlich von Gera in Burkersdorf. Eingebettet in eine leicht hügelige Landschaft fordern die 18 Bahnen einiges an Kondition. Dennoch lässt er sich angenehm spielen, wobei die Bahn 4 mit 526 m für Herren, Damen 458 m, und die Bahn 16 mit 530 m für Herren, Damen 462 m, eine echte Herausforderung werden können.

Chico und Cleo stört es weniger, wenn sich der Spieler mit kraftvollen Abschlägen quält, um Länge zu erzielen. Jeder Golfpieler weiß, dass der Versuch mit Kraft Schlaglängen zu erzielen, gnadenlos in die Binsen, Wicken, oder sonstiges geht, in den seltensten Fällen, außer bei echten Zufällen, wirklich Länge bringt. Wer aber auf einer solch langen Bahn steht, glaubt und hofft auf Zufälle. Weiterlesen

Fiiieh, ist das kalt

_dsc5927 Eisblumen auf Autoscheibe

Eisblumen auf Autoscheibe

_dsc2881 Schnee auf KoniferenspitzeMinus 8 bis minus 10 Grad, wirklich keine Temperaturen, die einem rumänischen Straßenkötermädchen, das zur kleinen Diva mutiert ist, gefallen. Die Nacht verbringt sie wie immer geruhsam und schön eingekuschelt. Irgendwann kommt sie dann aus den Federn und streckt die spitze schwarze Nase aus der Türe, um das Wetter in Augenschein zu nehmen. Kalt! Angwidert wendet sie sich ab. Doch lieber erst mal Frühstück. Andererseits, man müsste schon mal dringend. Also schnell vor die Türe und blitzartig wieder rein.

Es gibt nur eine Möglichkeit, Cleechen morgens zuverlässig vor die Türe zu bekommen. Man holt Halsband und Leine! Das sieht nach Büro aus, nichts, was einem Mädchen wirklich Spaß machen würde. Dort herrscht Trubel, wie soll man da entspannen.

Im Sommer ist sie für wenigstens eine halbe Stunde verschwunden, im Winter lugen Nase und ein Auge schon nach wenigen Minuten durch die Hundeklappe, um zu sehen, ob die Luft rein ist.

cleo-0030-1Dumm, wenn sich der Aufbruch verzögert, dann doch erst mal in den Garten, das eine oder andere Geschäft zu erledigen. Da es aber kalt am Bürzel ist, in vollem Lauf zurück ins Warme. Standfest muss sein, wer nicht schnell genug zur Seite springt. Sechs Kilo Cleo, die zurück auf die Couch wollen, nicht mehr bremsen können und gegen das Schienbein rammeln, tun ganz schön weh und erfordern einen festen Stand, um nicht lang hinzuschlagen.

Davina, ein kleines Hündchen in Not

Man sollte sich tatsächlich keine Seiten von Tierheimen, Pflegestellen, Tiere in Not und ähnliches anschauen. Es gibt Leute, die wissen das und es gibt welche, die lernen es nie. Und stolpern dann über ein kleines Hündchen in Not, das ganz dringend aus dem Heim muss und besonders dringend jemanden braucht, der sich liebevoll um sie kümmert und so weiter und so fort.

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noch ist das Körbchen nicht geschreddert

Und dann soll es tatsächlich Leute geben, die sich bereit erklären, so ein kleines Tier aufzunehmen. Das dieses sich manchmal nicht anfassen läßt und hin und wieder ein bisschen schnappt – was solls, Rettung geht vor solche Kleinigkeiten. Weiterlesen

Der arme kleine Mückerling

Wie jeden Tag war der arme kleine Mückerling gestern mit zum Rundgang in der Stadt. Post holen, Post wegbringen, Ämter aufsuchen und diverse sonstige Besorgungen erledigen. Davon ist er recht angetan und bringt sich auch frühzeitig in Position, um nicht vergessen zu werden. Endlich ist was los, Abwechslung zum Büroallerlei!

Dann der panische Telefonanruf: Der kleine Chico konnte nur noch mühsam humpeln vorankommen. Bei strömendem Regen und den vielen Pfützen war nicht abzusehen, wann er sich zurück gequält haben würde und ob er den Weg überhaupt schaffen würde._dsc1337

Verzweiflung im gesamten Büro! Das Auto wurde angeworfen, eilig in die Stadt gefahren und das kleine leidende Hündchen hineingehoben. Auch am Büro war er völlig geschwächt, musste ins Haus getragen, Bürzel und Beinchen hingen hernieder, und in seinen Sessel gebettet werden. Endlich im Trockenen, kein Regen, keine Pfütze an den wasserscheuen Pfötchen: im Bruchteil von Sekunden klappte der Bürzel nach oben, die Ohren nach vorne, bereit jeden unangemeldeten Besucher mit wüsten Attacken anzumelden und zu empfangen! Im Übrigen kreuzfidel in den Zimmern herum springen, Aufmerksamkeit und Zuneigung einfordernd.

Mit anderen Worten: Er hatte schlicht keine Lust, bei dem miesen Wetter zu Fuß zurückzulaufen. Und da Hunde nach irgendwelchen Untersuchungen ausschließlich instinktgesteuert sind, hat er seinen Instinkt walten lassen, der im sagte: Humpeln und leiden und die Sache ist geritzt.

Hiddensee – Anreise

_dsc0267 Kliff Dornbusch Weststrand Hiddensee

Dornbusch, das Kliff an der Nordwestküste von Hiddensee

Hiddensee, die Künstlerinsel, hat nach eigener Werbung mehr Sonnentage als das nahe gelegene Rügen. Das und die Autofreiheit (Kraftfahrzeuge sind bis auf wenige örtliche Ausnahmen nicht erlaubt) ließ auch für den Oktober hoffen, ein paar sonnige und vor allem ruhige Urlaubstage zu verbringen. Dazu die Lage im Naturpark Vorpommersche Boddenlandschaft, vielleicht auch die Gelegenheit, noch ein paar Fotos von Zugvögeln mitzubringen.

Das letzte Teilstück der Anreise ist mit der Fähre zurückzulegen, das Auto muss auf dem „Festland“ zurückgelassen werden. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Reisevorbereitung sich auf das notwendigste Gepäck zu beschränken, vor allem wenn noch ein vierbeiniger Begleiter dabei ist. Hat dieser Bernhardinergröße schleppt er sein Gepäck vielleicht selber, Chico hingegen ist sich für so etwas Triviales viel zu vornehm und lässt grundsätzlich tragen. Weiterlesen

Cleos schlechter Einfluss

Das mistige Cleechen, dass ein stilles, ruhiges, unauffälliges kleines Hündchen sein sollte und zu einer frechen kleinen Nudel mutiert ist, hat auch auf die Gartenigel einen ausgesprochen schlechten Einfluss. Mit finsterem Grumme_dsc1174In trommelt sie auf den Boden, wenn Madame gerade Appetit verspürt und der Napf nicht schnell genug gefüllt ist. Wenn wunderts, wenn inzwischen auch die Igel  brummelnd mit schlechter Laune im Garten sitzen und sich beschweren, wenn  nachmittags der Napf noch nicht wieder zum Lunchen aufgefüllt ist. _dsc26931

Glücklicherweise sind sie nicht ganz so anspruchsvoll und fressen alle Futtersorten, die man ihnen vorsetzt. Mit Hündchen ist es da anders, nur was der kleinen schwarzen Nase zusagt, wird akzeptiert, ansonsten rümpft sie das Näschen und wendet sich angewidert ab.